Umsatzsteuervoranmeldung - monatlich oder vierteljährlich?

Umsatzsteuervoranmeldung - monatlich oder vierteljährlich?

 

Beträgt der Jahresumsatz im Vorjahr mehr als € 100.000,00 ist eine Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) monatlich zu erstellen und beim Finanzamt grundsätzlich elektronisch einzureichen. Die Vorauszahlung ist ebenfalls monatlich zu entrichten.

Bei einem Vorjahresumsatz zwischen € 35.000 bis € 100.000,00 ist die UVA pro Quartal zu erstellen und beim Finanzamt einzureichen. Die Zahlung ist ebenfalls pro Quartal zu entrichten. Man kann jedoch freiwillig die Abgabe von monatlichen UVAs für das gesamte Jahr wählen, mittels fristgerechter Abgabe einer monatlichen UVA für den ersten Kalendermonat des Veranlagungszeitraums.

Die Umsätze im Vorjahr liegen unter der Umsatzgrenze von € 35.000,00, somit entfällt die Verpflichtung zur Einreichung der Voranmeldung (außer bei einem Vorsteuer-Überschuss oder man wird vom Finanzamt zur Abgabe aufgefordert). Unter der Voraussetzung, dass die errechnete Vorauszahlung zur Gänze spätestens am Fälligkeitstag entrichtet wird oder auch wenn sich bei einen Voranmeldungszeitraum gar keine Vorauszahlung ergibt. Die UVA ist aufzubewahren. Für die genannte Umsatzgrenze bleiben bestimmte steuerfreie Umsätze außer Ansatz.

Für Kleinunternehmer ist festzuhalten, wird die Umsatzsteuerbefreiung in Anspruch genommen (keine Option zur Regelbesteuerung) ist in der Regel keine UVA abzugeben und auch keine Umsatzsteuer zu entrichten. Ausnahmen können hierzu sein wie zum Beispiel, wenn eine Steuerschuld auf den UnternehmerIn übergeht, die Erwerbsschwelle überschritten wird oder darauf verzichtet wird, bei Steuerschuld kraft Rechnungslegung und bei Anwendung der Differenzbesteuerung.

Stand: 4. Februar 2020